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Jul 01

Rückenprävention und Rückenschule

Rückenprävention und Rückenschule

Rückenschmerzen gelten als Volkskrankheit Nummer eins! Muskel-Skelett-Beschwerden verursachen ein Viertel aller Arbeitsunfähigkeitstage! Sie entstehen entweder durch Bewegungsmangel oder Überbelastung.
Verspannungen im Bindegewebe, den Faszien, können für Rückenschmerzen verantwortlich sein. Die Faszien sind bei Rückenschmerzen eindeutig verdickt und die Schmerzempfindlichkeit ist erhöht. Das könne auch erklären, warum Therapien wie Akupunktur und Massagen helfen können. Das sind aber nur kurzzeitige Therapien. Eine dauerhafte Prävention von Rückenschmerzen sind Yoga- und Pilatisübungen.

Bei Yoga werden Kraft, Flexibilität, Gleichgewichtssinn und Muskelausdauer trainiert. Beispielsweise kommt es durch die Aktivierung der Muskeln, Sehnen, Bänder und Blut- und Lymphgefäße zu einer verbesserten Durchblutung. Die Rückenmuskulatur wird gekräftigt, was wiederum zu einer verbesserten Körperhaltung führen kann. Überbelastung oder falsch ausgeführte Übungen können allerdings auch schaden. Deshalb soll Yoga nicht nur nach Büchern, sondern unter Anleitung eines qualifizierten Yogalehrers erlernt werden.

Ebenso ist Pilatis ein systematisches Ganzkörpertraining zur Kräftigung der Muskulatur, primär der Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur. Die wesentlichen Prinzipien der Pilates-Methode sind, wie auch bei Yoga, Kontrolle, Konzentration, bewusste Atmung, Zentrierung, Entspannung, Bewegungsfluss und Koordination.

Eine weitere Hilfe zur Vermeidung von Rückenschmerzen ist die Verwendung geeigneter Schuhsohlen und richtiger Schuhe.
Da viel Frauen 6,7 Stunden und Männer 7,1 Stunden des Tages sitzend am Schreibtisch verbringen, lässt sich ein drittel der Ausfälle auf Rückenschmerzen zurückführen. Ein optimal ausgerichteter Arbeitsplatz kann helfen, Rückenschmerzen zu vermeiden.

Andere Ursachen für Rückenschmerzen können seelische Belastungen, bei Frauen häufiger psychische, sein.

Moving ist eine Rückenschule, die ein Programm für die tägliche Rückenprävention hat, das bereits bundesweit von Krankenkassen, Schulen und Unternehmen eingesetzt wird.

Moving ist sehr einfach – jedes Kind kann es, alte Menschen, sogar wenn sie schon ein bisschen verwirrt sind, können es – jeder kann Moving schnell lernen und anwenden. Die Übungen haben Namen, unter denen sich jeder etwas vorstellen kann, z.B. Palme als Beschreibung der seitlichen Wirbelsäulenbewegung. Es werden nur sanfte Bewegungen, die den Gegebenheiten der Wirbelsäule angepasst sind, verwendet. So können Bandscheiben, kleine Wirbelgelenke und Bänder sanft vitalisiert werden.

Die Übungen können im Gegensatz zu Yoga und Pilatis überall gemacht werden (in der Warteschlange, beim Zähneputzen, im Sitzen etc.). Die komplette Ausführung braucht nur zwei Minuten.

Die Wirbelsäule in den vier physiologischen Achsen , nach oben, vor und zurück, seitlich nach rechts und links sowie rotierend um die eigene Achse, bewegt. Alle Bewegungen werden langsam und bewusst ausgeführt werden und die Schmerzgrenze wird nie überschritten.

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