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Sep 06

Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen war eine erstaunliche Frau. Sie wurde 1098 geboren. Sie entstammt einer kinderreichen, aber wohlhabenden Familie. Sie wurde als Kind an ein Kloster übergeben, in dem sie erzogen wurde. Bereits mit 38 Jahren wurde sie zur Magistra ernannt. Hildegard hatte die Gabe des Sehens und schon frühzeitig Visionen. Allerdings war Hildegard sehr drüber beunruhigt, ob diese Gabe von Gott käme. Erst nach langem Zögern beginnt sie endlich mit der Niederschrift ihrer Visionen. Ihre Visionen waren oft mit Lichterscheinungen oder Blitzen verbunden, was die Wissenschaftler heute auf Migräne oder eine Augenerkrankung zurück führen. Aber bereits in der Bibel wird über Seher berichtet, die wie Hildegard Visionen hatten.

Hildegard gründete 1147 ihr eigenes Kloster Ruppertsberg. Das sie sich selten von Autoritäten bestimmen ließ und ihre eigene Meinung vertrat, hatte sie oft Auseinandersetzungen mit ihren Vorgesetzten. Die Klugheit und Umsicht Hildegards schaffte dem Kloster Reichtümer. Daraus entstand Missgunst und Neid in anderen Klöstern. Aber ihr Kloster fand weiterhin starken Zuspruch, sodass es 1165 erweitert werden musste.

Hildegard hatte die Gabe anders zu denken, als damals üblich. So konnte sie ihre Mitmenschen dazu bewegen, dass sie versuchten den Sinn des Ganzen zu erkennen. Dabei ließ sie das göttliche Werk nicht außer acht. Für sie waren alle Dinge und Geschehen von Gott erschaffen und gemacht. Sie stellte Gott niemals in Zweifel. Durch ihre benediktinischen Lebensweise entstand die Musik der heiligen Hildegard. Überliefert sind uns ihre Schriften über Naturheilkunde und Medizin.

Sie errichtete auf dem Klostergelände einen Garten mit Heilkräutern und konnte den Unterschied zwischen einen gesunden und kranken Menschen beschreiben. Hildegard predigte mit Leidenschaft. Sie war die erste Nonne, die das auch in der Öffentlichkeit tat. Sie war eine der bekanntesten Frauen ihrer Zeit. Es wird vermutet, dass sich sogar Kaiser Barbarossa von ihr beraten ließ.

Sie war klug genug ihre Lehren als Visionen auszugeben, da es im Mittelalter nicht üblich war, dass Frauen philosophische und religiöse Aussagen machten. Das war ausschließlich Aufgabe der Männer. Besondere Anerkennung fand ihre moralische Lehre. Sie schrieb drei theologische Werke; ein Glaubenswerk, ein Visionswerk und ein Werk, wie sie die Menschen sah. In ihrem Glaubenswerk stellt sie in 26 Visionen die Verbundenheit von Welt- und Menschenbild mit dem Bild Gottes dar. Das Visionswerk beschreibt Laster und Tugend der Menschen. Im dritten Werk schreibt sie über die Schöpfungsordung und der Verantwortung des Menschen gegenüber seiner Umwelt. Sie führte  Korrespondenz mit vielen Würdenträgern, die um ihren Rat baten. Sie starb 1179 im Alter von 82 Jahren und unternahm bis dahin noch viele Reisen. Sie wurde heilig gesprochen.

 

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1 Kommentar

  1. Patrick G.

    Danke für den tollen Artikel, war genau das was ich gesucht habe.
    Ich hoffe sie posten in Zukunft wieder öfter ihre tollen Artikel.
    Mfg

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